Hochkonflikt-Eltern

Hochstrittige Eltern sind in einem endlosen Rosenkrieg gefangen

Die Kinder spüren Loyalitätsdruck, Hilflosigkeit und Dauerstress


Jeder, der sich mit dem Gedanken trägt, dass der andere Elternteil kein "Guter" sei und die Kinder besser ohne diesen Kontakt aufwachsen sollen, muss sich mit den Langzeitschäden befassen.

Weil Du mir gehörst

Der ARD-Film „Weil du mir gehörst“ thematisierte im Februar 2020 das weitverbreitete Phänomen der Eltern-Kind-Entfremdung und Bindungsintoleranz. Als Paar sind sie gescheitert, doch als Eltern teilen sich Julia und Tom, gespielt von Julia Koschitz und Felix Klare, nach der Scheidung das Sorgerecht für die Tochter Anni. Von ihren verletzten Gefühlen getrieben, beginnt Julia, das Mädchen systematisch dem Vater zu entfremden. Der Film hat den SAT3-Zuschauerpreis erhalten.

Ein gutes Jahr nach ihrer Scheidung stehen Julia und Tom erneut vor Gericht. Das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter soll auf Julias Antrag hin neu entschieden werden. Bei der Befragung gerät die achtjährige Anni in Panik – sie möchte lieber tot sein, als mit ihrem Vater zu tun zu haben. Was hat zu dieser vehementen Ablehnung geführt?
Ein Jahr zuvor sieht es noch anders aus. Julia und Tom teilen sich das Sorgerecht und Anni verbringt jedes zweite Wochenende bei ihrem Vater, den sie innig liebt. Tom hat, anders als Julia, eine neue Partnerin. Mit Jenny und ihrer kleinen Tochter Mia versteht Anni sich gut, es wächst so etwas wie eine neue Familie zusammen. Nur Julia kommt mit der neuen Situation nicht zurecht. In ihrem Schmerz beginnt sie, Anni zu manipulieren und gegen den Vater einzunehmen. Julia verhindert Toms Treffen mit seiner Tochter und sagt Anni, ihr Vater habe sie wegen seiner Arbeit oder seiner neuen Familie vergessen. Tom braucht lange, um zu begreifen, was hier vorgeht. Als Julia sich einen Anwalt nimmt und mit allen Mitteln um die Aufhebung des gemeinsamen Sorgerechts kämpft, wird klar, dass sie Tom aus Annis Leben werfen will. Damit setzt sie einen Prozess in Gang, der immer mehr eskaliert und das Mädchen zunehmend verstört.


Der Fall Block - ein echter Krimi

Nicht ausgedacht, sondern vom Leben erzählt der Podcast "Der Fall Block". Eine Sorgerechtsstreit eskaliert in einer internationalen Kindesentführung und landet als Strafsache mit prominenten Angeklagten vor dem Landgericht Hamburg.  Die Vorwürfe reichen von Kindesentziehung über gefährliche Körperverletzung bis hin zur Freiheitsberaubung. Der Journalist Michael Maske unterhält sich in diesem Podcast mit Beteiligten des Verfahrens.


Die Folge 3 des Podcastes widmet sich der Tatsache, dass immer die Kinder die Verlierer sind, wenn die Eltern sich derart bekriegen und es dadurch zu einem Kontaktabbruch kommt.


Zu Wort kommt die 40jährige Marie, die durch eine von ihrem Vater gut gemeinte Rettungsaktion sieben Jahre lang keinen Kontakt zu ihrer Mutter hatte - und wie sie das in ihr Erwachsenenleben begleitet.


Der Kinderpsychologe Dr. Stefan Rücker, der sich beruflich intensiv mit dem Fall Block auseinandersetzt, betont  die verheerenden Langzeitfolgen von eskalierenden Elternkonflikten und Bindungsabbrüchen auf Kinder. Er beschreibt, wie solche Traumata zu tiefen Bindungsstörungen, Vertrauensverlust und anhaltenden Ängsten führen, die sich durch das gesamte Leben ziehen. Rücker hebt hervor, dass der Fall Block ein Paradebeispiel für Hochkonflikte ist: Die Eskalation von Sorgerechtsstreitigkeiten zu Bindungsabbrüchen schadet den Kindern am meisten, unabhängig vom juristischen Ausgang – sie verlieren Stabilität und fühlen sich als Objekte elterlicher Machtkämpfe. Er warnt, dass wiederholte Trennungen von Bezugspersonen zu posttraumatischen Belastungsstörungen führen können, mit Symptomen wie Schlafstörungen, Aggression oder Rückzug.


Meine Bilanz: Gestaltungstätigkeit statt Ohnmacht

In meiner Bilanz nach 25 Jahren Tätigkeit als Familienanwältin fiel eine klare Entscheidung – essenziell für meine eigene Psychohygiene: Chronische Hochkonfliktfälle in Kindschaftssachen übernehme ich nicht mehr. Die Ohnmacht der Mandanten in Fällen, die durch Zeitablauf unrettbar geworden sind, hat mich zunehmend eingeholt.


Kindschaftssachen begleite ich künftig nur noch von Anfang an, wenn ich mitgestalten kann, welche Weichen gegen Eskalation gestellt werden.


Kommen Sie also nicht erst zu mir, wenn alles zu spät ist.

Ihr Vorteil: Frühe, starke Begleitung

  • Früher Einstieg: Ich forme den Fall von Grund auf – keine Nachholjagden in der Krise.
  • Deeskalation im Kern: Gemeinsam stellen wir Weichen für Kooperation, nicht Krieg.
  • Schutz für alle: Kinder profitieren lebenslang von ruhigen Regelungen.



So wird aus Konfliktpotenzial ein solider Neustart – seriös, menschlich, wirksam.